Bei den Vorarbeiten, die Zehnzentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zu entschärfen, kam es zu einem Zwischenfall: die drei Sprengmeisterim Alter zwischen 38 und 55 Jahren starben sofort, als der Säurezünder der Bombe auslöste und sie detonierte. Mehrere Personen wurden bei der Explosion teils schwer verletzt, einige umliegende Gebäude wurden durch herumfliegende Trümmerteile beschädigt.
In der Marktkirche Hannover nahmen nun gestern 700 Menschen Abschied von den drei Getöteten, die Frauen und Kinder hinterlassen – darunter auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, Innenminister Uwe Schünemann sowie zahlreiche Kollegen von Polizei und Feuerwehren aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden.
Pastorin Hanna Kreisel-Liebermann sagte in ihrer Rede: “65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sind Gerd Ehler, Torsten Erhardt, Thomas Gesk und die Verletzten Opfer des Krieges geworden”, und Innenminister Uwe Schünemann ergänzte in seiner Trauerrede: “Ihr Tod macht uns bewusst, dass der Zweite Weltkrieg immer noch lange, dunkle Schatten wirft.” Und tatsächlich, heute, nach inzwischen 65 Jahren Waffenstillstands zwischen Deutschland und den Alliierten Streikräften, zerstören die Spätfolgen des Zweiten Weltkriegs noch immer Menschenleben. Ebenso sieht es in für uns fernen Ländern aus: in etlichen Ländern werden täglich Kinder durch Überreste des Krieges beispielsweise durch Landminen verletzt und getötet, mahnt die Hilfsorganisation Terre des Hommes.
Es wäre wünschenswert, würden die Regierungen der Welt endlich die Sinnlosigkeit ihrer Kriege begreifen – aber leider ist dieser Wunsch reine Utopie. Aber vielleicht rüttelt der Tod der drei Kollegen wenigstens ein paar Vertreter unserer Regierung auf und erinnert sie daran, welche Folgen dieser Krieg auch für uns hatte – bis heute.
Wir wünschen ihren Familien, Freunden und Kollegen viel Kraft in der kommenden Zeit.





